Mit neuen Kriterien für den Deutschen Filmpreis 2026 reagiert die Deutsche Filmakademie auf aktuelle Entwicklungen der Filmbranche. Kreative Leistungen werden stärker gewichtet, internationale Koproduktionen erhalten mehr Spielraum – ein Schritt hin zu mehr Transparenz, Flexibilität und Anerkennung kreativer Arbeit „Made in Germany“.

17. Juli 2025 – Die Deutsche Filmakademie hat neue Zulassungskriterien für den Deutschen Filmpreis 2026 vorgestellt. Die aktualisierten Regularien, die in enger Abstimmung mit der Mitgliedschaft entwickelt und vom Vorstand verabschiedet wurden, sollen sowohl kreative Schlüsselpositionen stärken als auch mehr Flexibilität für internationale Koproduktionen ermöglichen.

Kreative Leistung rückt stärker in den Fokus

Künftig wird die kreative Mitwirkung von Autor:innen gleichwertig mit Regie und Produktion bei der Definition eines „deutschen Films“ berücksichtigt. Auch die Besetzung zentraler Gewerke – darunter Kamera, Schnitt, Musik und Szenenbild – sowie die Hauptrolle fließen stärker in die Bewertung ein. Ziel ist es, das kreative Schaffen aus Deutschland sichtbarer zu machen und strukturell zu stärken.

Anpassungen bei Finanzierung und Sprache

Die neuen Richtlinien ermöglichen eine Zulassung bereits ab einem deutschen Finanzierungsanteil von 25 %, sofern eine substanzielle kreative Beteiligung aus Deutschland vorliegt. Für Filme mit mindestens 50 % deutscher Finanzierung gelten weitere Erleichterungen: Sie können auch mit internationalen Regie- oder Drehbuchteams sowie in nicht-deutscher Sprache zugelassen werden – vorausgesetzt, zentrale Gewerke sind aus Deutschland besetzt.

Auswertung: TV-Sperrfrist entfällt

Eine wesentliche Änderung betrifft die Auswertung: Die bisherige Sperrfrist für Fernseh-Ausstrahlungen vor der Preisverleihung entfällt, sofern die Anforderungen des Filmfördergesetzes eingehalten werden. Damit wird eine flexiblere Verwertungskette ermöglicht, ohne den Zugang zum Wettbewerb zu gefährden.

Einreichungszeitraum im September

Filmproduzent:innen und Verleiher können ihre Werke vom 2. bis 23. September 2025 über die offizielle Website des Deutschen Filmpreises einreichen. Die neuen Regularien sollen laut Akademie eine faire, transparente und zeitgemäße Grundlage für die Auswahl der nominierten Filme schaffen – mit besonderem Augenmerk auf das kreative Potenzial und die Produktionsrealität in Deutschland.

Zur Pressemitteilung

 

Bild mit KI generiert, Chat-GPT