Deutschland investiert massiv in seine Kultur: Staatsminister Weimer präsentiert 2,5 Milliarden Euro für Film, Museen und Mahnmale – ein Rekord, der die Kulturszene stärken soll.

Die Bundesregierung plant für 2026 so viel Geld für Kultur und Medien wie nie zuvor. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer stellte im Bundestag einen Etatentwurf von rund 2,5 Milliarden Euro vor – etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Weimer sprach von einer „Investitionsoffensive“ für Deutschlands Kulturlandschaft, die er als „kulturelles Leuchtland“ bezeichnete. Das zusätzliche Geld soll vor allem zwei Schwerpunkte stärken: Filmförderung und Kulturbauten. Die Förderung der Filmbranche will die Regierung nach Weimers Angaben verdoppeln, um mehr Produktionen und Kooperationen mit Streamingplattformen und Sendern zu ermöglichen. Auch große Bauprojekte wie das Pergamonmuseum in Berlin, das Einheitsdenkmal in Leipzig, die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel und die Deutsche Schillergesellschaft sollen von den Mitteln profitieren.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Erinnerungskultur. Geplant ist unter anderem ein zentrales Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft. Weimer betonte, es sei entscheidend, die Erinnerung an NS-Terror und SED-Diktatur wachzuhalten, um „Gefahren in neuer Gestalt rechtzeitig zu erkennen“.

Deutlich positionierte sich der Staatsminister zudem gegen den wachsenden Antisemitismus im Kulturbetrieb. Er kritisierte Boykottaufrufe gegen jüdische Künstlerinnen und Künstler und lobte den Zusammenhalt der Berliner Musikszene, die sich kürzlich hinter den israelischen Dirigenten Lahav Shani gestellt hatte.

Der Haushaltsentwurf für 2026 war bereits Ende Juli vom Bundeskabinett beschlossen worden. Bis zur endgültigen Verabschiedung durch den Bundestag steht allerdings noch das parlamentarische Verfahren an.

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