Streamingdienste im Fokus: Neue Studie fordert rasche Umsetzung einer Abgabe in Österreich.

Die Diskussion um eine gesetzliche Streaming-Abgabe in Österreich gewinnt an Fahrt. Eine aktuelle Studie des European Center for Social Finance (ECSF) mit dem Titel „Doppelte Relevanz der Filmwirtschaft“ belegt: Österreichs Filmwirtschaft ist nicht nur kulturell prägend, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit hoher regionaler Wertschöpfung.

Kürzungen erhöhen Druck auf die Branche

Nach den jüngsten Kürzungen beim erfolgreichen Fördermodell ÖFI+, das von der Grünen Wirtschaft und Fachverbandsobmann Alexander Dumreicher-Ivanceanu initiiert wurde, wächst die Sorge um die Zukunft der heimischen Film- und Musikwirtschaft.
Die Grüne Wirtschaft fordert daher ein verpflichtendes Finanzierungsmodell für internationale Streaminganbieter, um den Standort langfristig zu stärken.

Streamingabgabe als Beitrag zur Standortentwicklung

Die Idee: Streamingplattformen wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime sollen künftig einen fixen Prozentsatz ihrer in Österreich erzielten Umsätze in lokale Film- und Musikproduktionen investieren.
So entstünde nicht nur ein verlässlicher Finanzierungsrahmen für die heimische Kreativbranche, sondern auch ein starkes Signal für kulturelle Vielfalt.

„Zahlreiche EU-Länder setzen bereits erfolgreich auf vergleichbare Modelle“, betont Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.
„Streamingabgaben sind realistisch umsetzbar und leisten einen spürbaren Beitrag zur Finanzierung lokaler Kreativwirtschaft. Es ist höchste Zeit, dass auch Österreich diesen Schritt geht.“

Filmwirtschaft als Wirtschaftsfaktor

Fachverbandsobmann Alexander Dumreicher-Ivanceanu unterstrich bei der Präsentation der Studie die wirtschaftliche Bedeutung der Branche:

„Die Studie zeigt klar: Österreichs Filmwirtschaft ist weit mehr als eine Kulturbranche. Jeder Euro im Film ist ein Gewinn für unsere kulturelle Vielfalt, Jobs und Publikum.“

Orientierung an europäischen Modellen

Die Forderung nach einem modernen Abgaben- bzw. Investitionsmodell orientiert sich an erfolgreichen europäischen Beispielen, etwa in Frankreich und Italien. Diese Länder zeigen, dass ein verpflichtender Beitrag internationaler Plattformen zur Finanzierung nationaler Produktionen sowohl praktikabel als auch effektiv ist.

Ausblick: Gesetzliche Weichenstellung gefordert

Die Studie und die Forderungen der Grünen Wirtschaft verdeutlichen den Handlungsbedarf: Ohne verbindliche Investitionsverpflichtung droht Österreich, im internationalen Wettbewerb der Kreativindustrien zurückzufallen. Eine Streamingabgabe könnte das nötige Gleichgewicht zwischen globaler Plattformökonomie und regionaler Kulturproduktion schaffen.

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