Warner Bros. Discovery prüft verschiedene strategische Optionen, darunter einen möglichen Verkauf, nachdem mehrere Interessenten, darunter Paramount Skydance, Übernahmeangebote vorgelegt haben. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an der geplanten Aufspaltung in zwei eigenständige Firmen.

Warner Bros. Discovery (WBD) hat eine Überprüfung strategischer Alternativen eingeleitet, nachdem das Unternehmen nach eigenen Angaben „unverlangtes Interesse“ von mehreren Parteien an einer möglichen Übernahme erhalten hat. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der der Medienkonzern ohnehin an der Aufspaltung in zwei eigenständige Firmen arbeitet.

Wie das Unternehmen mitteilte, wird der Verwaltungsrat eine Reihe möglicher Optionen prüfen. Dazu gehören der geplante Spin-off in zwei Gesellschaften – Warner Bros. (Film- und Streaminggeschäft) und Discovery Global (lineares TV-Geschäft) – ebenso wie ein Verkauf des gesamten Unternehmens oder einzelner Sparten. Auch alternative Abspaltungsstrukturen, etwa eine Fusion von Warner Bros. mit einer anschließenden Ausgliederung von Discovery Global, sollen in Betracht gezogen werden.

„Wir haben bedeutende Fortschritte erzielt, um unser Unternehmen auf Erfolg in einem sich wandelnden Medienumfeld vorzubereiten“, erklärte WBD-Chef David Zaslav. Man habe mit dem geplanten Split „den besten Weg nach vorn“ eingeschlagen, sehe aber durch das wachsende Marktinteresse zusätzlichen Handlungsbedarf. Verwaltungsratschef Samuel A. Di Piazza Jr. betonte, das Gremium werde „alle Optionen im Sinne der Aktionäre sorgfältig prüfen“.

Parallel zu dieser Ankündigung wurde bekannt, dass Paramount Skydance erneut ein Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery abgegeben hat. Nach Informationen des Branchenportals Deadline lag die jüngste Offerte bei 24 US-Dollar je Aktie, nachdem ein erster Versuch über 20 US-Dollar je Aktie zuvor gescheitert war. Beide Angebote sollen von WBD abgelehnt worden sein. Weder Paramount noch Warner Bros. Discovery kommentierten die Berichte.

Neben Paramount werden auch andere potenzielle Interessenten genannt, darunter Comcast, Netflix und Amazon, wobei Beobachter regulatorische Hürden oder strategische Bedenken als mögliche Hindernisse sehen. Der Markt reagierte dennoch positiv: Die WBD-Aktie erreichte ein Drei-Jahres-Hoch und stieg zuletzt um rund elf Prozent.

Die Prüfung strategischer Alternativen erfolgt ohne festen Zeitplan. WBD betonte, es gebe keine Garantie, dass der Prozess in eine Transaktion münde. Weitere Ankündigungen seien nur geplant, falls der Verwaltungsrat konkrete Entscheidungen treffe oder zusätzliche Informationen erforderlich würden.