Die Berliner Produzentin Irene Höfer ist bei der Mitgliederversammlung der AG DOK zur neuen Ko-Vorsitzenden gewählt worden. Sie folgt auf Susanne Binninger, die aus persönlichen Gründen nicht erneut kandidierte.
Als Ko-Vorsitzender wurde David Bernet für eine vierte Amtszeit bestätigt. Binninger hatte den Verband sechs Jahre lang gemeinsam mit Bernet geführt und wird die AG DOK weiterhin im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt vertreten.
Dem neu gewählten Vorstand gehören weiterhin Produzent und Regisseur Martin Hagemann als Schatzmeister, Regisseurin Chiara Sambuchi sowie Daniel Sponsel, Präsident der HFF München, an. Neu im Gremium sind Regisseurin Andrea Schramm für die Sektion Buch und Regie sowie Produzentin Maria Wischnewski für die Sektion Produktion.
Wie der Verband mitteilte, sind damit erstmals beide Sektionen mit ihren Sprecherinnen im Vorstand vertreten. Auch die Nachwuchsinitiative futurDOK ist künftig durch Regisseurin Nele Dehnenkamp sowie Regisseur und Produzent Raphael Schanz im Vorstand repräsentiert. Nicht mehr dem Vorstand gehören Alice Agneskirchner, Morgane Remter, Andreas Schroth und Valentin Thurn an.
Inhaltlicher Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war die aktuelle film- und medienpolitische Lage. Themen waren unter anderem die Reform des Filmförderungsgesetzes, strukturelle Veränderungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Kürzungen bei Landesförderungen sowie Entwicklungen im Streaming-Markt und technologische Veränderungen durch KI-Anwendungen.
In einer Keynote sprach der Produzent und ehemalige künstlerische Leiter der IDFA, Orwa Nyrabia, über die internationalen Arbeitsbedingungen von Dokumentarfilmschaffenden. Nach Angaben des Verbands konnte das vergangene Geschäftsjahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem leichten Mitgliederzuwachs abgeschlossen werden.
