Das Europäisches Parlament hat sich für strengere Regeln beim Einsatz urheberrechtlich geschützter Inhalte durch generative KI ausgesprochen. Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Abgeordneten einen Bericht, der die Europäische Kommission auffordert, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Urheber im Zeitalter künstlicher Intelligenz weiterzuentwickeln.

Der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer begrüßte den Vorstoß. Aus seiner Sicht wurden große KI-Sprachmodelle bislang vielfach mit geschützten Werken trainiert, ohne dass Urheberinnen und Urheber zugestimmt oder eine Vergütung erhalten hätten. Diese Praxis dürfe nicht fortgesetzt werden, betonte Weimer. Kreative müssten künftig stärker an der Wertschöpfung beteiligt werden, die durch KI-Anwendungen entsteht.

Der Bericht des Parlaments fordert unter anderem mehr Transparenz darüber, welche urheberrechtlich geschützten Inhalte beim Training von KI-Systemen verwendet werden. Außerdem sollen Rechteinhaber eine angemessene Vergütung erhalten, wenn ihre Werke für Trainingszwecke genutzt werden.

Für die Kreativ- und Medienbranchen in Europa könnte dies weitreichende Folgen haben. Ziel der Initiative ist es, die bestehenden Urheberrechtsregeln an die Realität generativer KI anzupassen und sicherzustellen, dass Kreative nicht lediglich als Datenlieferanten für neue Technologien fungieren. Die Europäische Kommission ist nun aufgefordert zu prüfen, wie entsprechende Regelungen auf EU-Ebene umgesetzt werden können.

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Bild: © Paxabay