Die BBC bekommt einen neuen Chef: Matt Brittin, ehemaliger Präsident von Google für Europa, Nahost und Afrika, wird ab dem 18. Mai 2026 die Leitung der britischen Rundfunkanstalt übernehmen. Er folgt auf Tim Davie, der nach einem Skandal um die Bearbeitung einer Trump-Rede zurücktrat.

Brittin bringt 18 Jahre Erfahrung bei Google mit, wo er zuletzt die gesamte EMEA-Region leitete. Zuvor war er in der Medien- und Beratungsbranche tätig und saß im Vorstand der Guardian Media Group. Für seine Verdienste um Technologie und digitale Kompetenzen wurde er Anfang 2026 zum CBE ernannt.

Als Generaldirektor will Brittin die BBC auf die Herausforderungen einer sich rasant wandelnden Medienlandschaft vorbereiten. Ein Schwerpunkt wird dabei auf digitalen Angeboten wie BBC iPlayer liegen, aber auch auf der Weiterentwicklung der Nachrichten- und Unterhaltungsformate. Er betont, dass die BBC in einer komplexen Welt eine starke Stimme für alle bleiben müsse und gleichzeitig innovativ agieren soll.

Brittins Berufung ist bemerkenswert, da er aus der Tech- statt der klassischen Medienwelt kommt. Beobachter sehen darin Chancen für die digitale Transformation der BBC, während Kritiker seine mangelnde journalistische Erfahrung hinterfragen. Brittin selbst zeigt sich zuversichtlich: Mit seinem Know-how im Bereich Technologie und Management will er die BBC zukunftsfähig machen.

Finanziell wird Brittin ein Jahresgehalt von 565.000 Pfund erhalten. Zu seinen ersten Aufgaben zählt unter anderem die Ernennung eines Stellvertreters sowie die Fortführung von Verhandlungen über die BBC-Finanzierung und die Lizenzgebühren.

Mit Brittin übernimmt ein erfahrener Stratege die BBC – ein Schritt, der signalisiert, dass die britische Rundfunkanstalt auf Innovation, Digitalisierung und internationale Zusammenarbeit setzen will. Für die Film- und Medienwirtschaft bedeutet dies neue Chancen für Koproduktionen, digitale Projekte und internationale Partnerschaften.

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Bild: © Paxabay