Im Rahmen des KI-Gipfels der Medientage München 2026 wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Film- und Medienproduktion nicht mehr als experimentelles Feld beschrieben, sondern als zunehmend integrierter Bestandteil bestehender Produktionsabläufe.

KI verschiebt den Fokus in die Vorproduktion

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf frühen Produktionsphasen. KI wird insbesondere in der Stoffentwicklung, bei visuellen Konzepten sowie in der Previsualisierung eingesetzt. Diese Bereiche gelten als besonders prägend, da hier kreative Entscheidungen vorbereitet und strukturiert werden.

Damit verlagert sich ein Teil kreativer und konzeptioneller Arbeit stärker in die Vorproduktion, in der KI als unterstützendes Werkzeug genutzt wird.

Produktionsprozesse werden hybrider

Auch in der eigentlichen Produktion kommt KI zum Einsatz. Sie unterstützt bei der Strukturierung von Abläufen und bei vorbereitenden Arbeitsschritten für audiovisuelle Inhalte. Dadurch entstehen zunehmend hybride Workflows, in denen klassische Produktionslogik und KI-gestützte Prozesse parallel bestehen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht der vollständige Ersatz bestehender Arbeitsweisen, sondern deren Ergänzung durch automatisierte oder assistierende Systeme.

Kreative Arbeit verändert sich funktional

Im kreativen Bereich verschiebt sich die Rolle von KI vor allem in Richtung Unterstützung. Sie wird in Entwicklungsprozesse eingebunden, etwa bei der Ideenfindung oder der Ausarbeitung von Konzepten.

Gleichzeitig wird deutlich, dass KI-generierte Ergebnisse nicht als Endprodukt verstanden werden, sondern als Material, das eingeordnet, geprüft und weiterverarbeitet werden muss.

Strukturwandel in der Branche

Über die Produktionsprozesse hinaus werden im Kontext des KI-Gipfels strukturelle Veränderungen beschrieben. Dazu zählen Anpassungen bestehender Workflows sowie die Integration neuer technischer Systeme in Produktionsumgebungen.

Parallel dazu entstehen neue Rollen und Schnittstellen zwischen Technologie, Produktion und kreativer Entwicklung. Die Zusammenarbeit zwischen Medienhäusern, Produktionsfirmen und Technologieanbietern wird dabei als enger werdend beschrieben.

Von Tools zu Produktionsinfrastruktur

In der Gesamtschau wird Künstliche Intelligenz nicht mehr ausschließlich als einzelnes Werkzeug betrachtet, sondern zunehmend als Teil der Produktionsinfrastruktur. Sie betrifft damit nicht nur einzelne Arbeitsschritte, sondern verändert die Organisation von Produktionsprozessen insgesamt.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Film- und Medienproduktion wird im Kontext der Medientage München als strukturelle Verschiebung beschrieben. Im Fokus stehen vor allem Vorproduktion, Workflows und organisatorische Anpassungen. KI wird dabei zunehmend als integrierter Bestandteil der Produktionsrealität dargestellt.

Quelle
Medien.Bayern GmbH: Blogbeiträge im Kontext des KI-Gipfels der Medientage München 2026.

 

Bild: © Paxabay