Die Filmindustrie bewertet Inhalte neu: Nicht nur aktuelle Kinostarts und neue Produktionen bestimmen den Wert eines Studios – zunehmend rücken bestehende Film- und Serienbibliotheken in den Mittelpunkt. Der FilmTake-Beitrag zeigt, dass sich der Markt für Filmrechte verändert und Katalogtitel wieder zu einem wichtigen strategischen Vermögenswert werden.

Lange Zeit galten ältere Filme vor allem als nachgelagerte Einnahmequelle. Mit dem Wachstum der Streamingplattformen hat sich diese Perspektive jedoch verändert. Inhalte, die bereits produziert wurden und über bekannte Marken oder eine etablierte Zuschauerschaft verfügen, können über viele Jahre hinweg mehrfach ausgewertet werden. Der Wert eines Films entsteht damit nicht nur beim ursprünglichen Release, sondern über seinen gesamten Lebenszyklus.

Am Beispiel von Lionsgate verdeutlicht FilmTake, warum umfangreiche Rechtebibliotheken für Medienunternehmen zunehmend interessant sind. Der Wert eines Studios liegt nicht allein in zukünftigen Produktionen, sondern auch in der Fähigkeit, bestehende Inhalte über verschiedene Auswertungsfenster und Plattformen hinweg zu monetarisieren.

Auch der Streamingmarkt befindet sich laut FilmTake in einer Phase der Neubewertung. Während in den vergangenen Jahren vor allem neue Premium-Inhalte und exklusive Erstverwertungen im Fokus standen, gewinnen spätere Verwertungsfenster und Bibliothekstitel an Bedeutung. Rechte werden stärker danach bewertet, welche langfristigen Einnahmemöglichkeiten sie bieten.

Die zentrale Entwicklung: In der heutigen Medienlandschaft zählt nicht nur, wer neue Inhalte produziert, sondern auch, wer über wertvolle Rechte verfügt. Filmbibliotheken werden damit von Archiven zu strategischen Assets – und könnten für Studios und Plattformen künftig eine noch größere Rolle spielen.

FILMTAKE berichtet ausführlich.

 
Bild: © Unsplash