Die RTL Group hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Umsatz gesteigert. Maßgeblich dafür war die Übernahme von Sky Deutschland, die seit Juni in die Geschäftszahlen des Konzerns einfließt. Gleichzeitig setzte sich das Wachstum im Streaminggeschäft fort, während die TV-Werbeerlöse rückläufig waren.
Der Umsatz der RTL Group stieg in den ersten sechs Monaten um 3,9 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro. Organisch lag das Wachstum allerdings nur bei 0,1 Prozent. Das bereinigte EBITA erhöhte sich von 160 auf 239 Millionen Euro. Ohne den Beitrag der Sky-Übernahme wäre der Anstieg deutlich geringer ausgefallen.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Streaminggeschäft. Die Zahl der Streaming-Abonnenten der RTL Group stieg im Jahresvergleich um 20,7 Prozent auf 8,7 Millionen. Der Streaming-Umsatz legte um 27,2 Prozent auf 299 Millionen Euro zu. Das bereinigte EBITA des Segments verbesserte sich von minus 34 Millionen auf 31 Millionen Euro.
In Deutschland verzeichnete RTL+ zum Ende des ersten Halbjahres 7,603 Millionen Abonnenten. Damit lag die Zahl 19,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 6,263 Millionen. Nach Abschluss der Sky-Übernahme kommt die RTL Group nach eigenen Angaben auf insgesamt 12,4 Millionen Abonnenten über ihre verschiedenen Plattformen.
Dem Streamingwachstum steht eine weiterhin schwache Entwicklung im klassischen TV-Werbegeschäft gegenüber. Die TV-Werbeerlöse gingen im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 977 Millionen Euro zurück. Die digitalen Werbeerlöse stiegen dagegen um 10,9 Prozent auf 255 Millionen Euro.
Auch das internationale Produktionsgeschäft Fremantle entwickelte sich beim Umsatz rückläufig. Die Erlöse sanken um 7,7 Prozent auf 835 Millionen Euro. Das bereinigte EBITA konnte allerdings von 39 auf 60 Millionen Euro gesteigert werden. Für die zweite Jahreshälfte erwartet die RTL Group unter anderem durch neue Serienproduktionen eine Verbesserung der Umsatzentwicklung.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die RTL Group unter Einbeziehung von Sky Deutschland mit einem Umsatz zwischen 7,1 und 7,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITA soll bei rund 725 Millionen Euro liegen. Zudem erwartet der Konzern in den kommenden drei Jahren Synergien aus der Sky-Übernahme von jährlich rund 250 Millionen Euro.
