Mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery bündelt Paramount seine Film- und Streaminggeschäfte unter dem Dach des neuen Skydance-Konzerns. Während Paramount Pictures und Warner Bros. Pictures ihre Filmprogramme weiterhin eigenständig unter den bisherigen Marken entwickeln und veröffentlichen sollen, ist im Streaminggeschäft eine engere Zusammenarbeit geplant. Auch Labels wie DC Studios und New Line Cinema sollen ihre jeweiligen Profile behalten.

HBO Max und Paramount+ sollen künftig unter eine gemeinsame Führung gestellt werden. Eine vollständige Zusammenführung der beiden Plattformen ist damit jedoch nicht automatisch verbunden.

Mit dem Abschluss der Transaktion am 6. Oktober endete zugleich die Amtszeit von David Zaslav als CEO von Warner Bros. Discovery. Laut einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC beläuft sich der Wert seines Ausstiegspakets auf 606,1 Mio. US-Dollar vor Steuern. Darin enthalten sind unter anderem Aktienoptionen im Wert von 381,7 Mio. Dollar sowie weitere aktienbasierte Ansprüche. Die Summe ist daher nicht als reine Abfindung zu verstehen.

Zaslav hatte Warner Bros. Discovery seit 2022 geführt. Während seiner Amtszeit sank die Verschuldung des Unternehmens von rund 53 auf zuletzt 33 Mrd. Dollar. Der neue Konzern steht weiterhin vor einer erheblichen Schuldenlast. Entscheidend wird sein, wie Skydance die eigenständigen Studiomarken erhält und zugleich Synergien im Streaminggeschäft erschließt.