Die geplanten Mittel für das künftige EU-Förderprogramm AgoraEU könnten deutlich geringer ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) fordert deshalb, die diskutierten Kürzungen zurückzunehmen und die Förderung für Film und audiovisuelle Medien abzusichern.

Für den Zeitraum 2028 bis 2034 hatte die EU-Kommission rund 8,58 Milliarden Euro für AgoraEU vorgeschlagen. Nach einem Verhandlungsvorschlag der irischen Ratspräsidentschaft könnte das Gesamtbudget auf sechs Milliarden Euro sinken. Das entspräche einer Kürzung um rund 30 Prozent. Die endgültige Ausstattung des Programms ist noch offen.

AgoraEU soll unter anderem das bisherige Förderprogramm Creative Europe MEDIA ablösen. Die SPIO fordert, innerhalb des neuen Programms mindestens 3,5 Milliarden Euro für einen eigenständigen Förderbereich für Film und audiovisuelle Medien vorzusehen.

Der Verband verweist auf die Bedeutung der europäischen Förderung für Koproduktionen, den grenzüberschreitenden Filmvertrieb und die internationale Verbreitung europäischer Werke. Eine Kürzung könnte nach Einschätzung der SPIO die Finanzierung entsprechender Projekte erschweren. Nationale Förderinstitutionen könnten mögliche Ausfälle nicht vollständig kompensieren.

Die Verhandlungen über den EU-Haushalt 2028 bis 2034 entscheiden damit auch über den finanziellen Rahmen, in dem europäische Filmproduktionen künftig unterstützt werden.

Quelle: SPIO – Stellungnahme zu AgoraEU

 

 
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