Bund und Länder haben sich beim 25. Kulturpolitischen Spitzengespräch in Berlin auf das Eckpunktepapier „Fortschrittsagenda Kultur + KI“ verständigt. Es soll einen gemeinsamen Rahmen für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Kulturbereich schaffen und als Grundlage für eine übergreifende Strategie „Kultur & KI“ dienen. Auch die Filmwirtschaft wird ausdrücklich als Handlungsfeld genannt.

Die vereinbarten Schwerpunkte umfassen sechs Bereiche: die Stärkung der KI-Kompetenz von Kultureinrichtungen und Kreativen, die rechtssichere Nutzung der Technologie, bessere Rahmenbedingungen für Innovation und Forschung in Kultur und Film, die Erschließung von Kulturdaten als KI-Infrastruktur, den Einsatz von KI in der Förderverwaltung sowie die gesellschaftliche Teilhabe. Für Filmproduzenten und Kreativschaffende sind insbesondere die geplanten Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz und die Stärkung des Urheberrechts relevant.

Die Agenda setzt auf einen verantwortungsvollen und transparenten Umgang mit KI. Zugleich sollen Kultureinrichtungen und Kreative befähigt werden, technologische Möglichkeiten zu erproben und Innovationen voranzutreiben. Bund und Länder wollen außerdem die Entwicklung souveräner KI-Lösungen unterstützen und sicherstellen, dass kulturelle Vielfalt auch bei KI-Anwendungen berücksichtigt wird.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und der Präsident der Kulturministerkonferenz, Sven Teuber, betonten die Chancen der Technologie, verwiesen aber auch auf Risiken für die kreative Arbeit und die wirtschaftliche Situation von Kulturschaffenden. Verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen und ein gestärktes Urheberrecht sollen dabei eine zentrale Rolle spielen.

Bis 2027 wollen Bund und Länder die sechs Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen, Zielen und überprüfbaren Ergebnissen unterlegen und die ausgearbeitete Fortschrittsagenda verabschieden. Dafür sollen bereits bestehende Projekte und Initiativen erfasst und erfolgreiche Ansätze verbreitet werden. Zudem ist eine breite Befragung von Kulturverbänden, Institutionen, Wissenschaft und Technologieunternehmen vorgesehen, um weitere Perspektiven und Vorschläge einzubeziehen.

Konkrete Fördermaßnahmen oder verbindliche neue Regeln für die Filmwirtschaft ergeben sich aus dem Eckpunktepapier zunächst nicht. Welche Auswirkungen die Agenda auf Produktionsunternehmen und Kreative haben wird, hängt von der weiteren Ausgestaltung und Umsetzung ab.

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