Mehr Sichtbarkeit für ostdeutsche Perspektiven auf der Leinwand – das ist das Ziel eines neuen Workshop-Programms, das PROG (Producers of Germany) gemeinsam mit Netflix auf den Weg bringt. Im November 2025 bietet das dreitägige Programm unter dem Titel „Ostdeutsche Perspektiven in Film und Serie“ 20 Kreativen aus Ostdeutschland die Möglichkeit zur Weiterbildung, zum Austausch und zur Vernetzung.
Im Zentrum des Programms stehen Drehbuchautorinnen, Regisseurinnen und Produzent*innen, die in Ostdeutschland leben oder von dort stammen. Sie sollen gezielt gefördert werden, um strukturelle Hürden in der Branche zu überwinden – etwa beim Zugang zu Finanzierung, Plattformen oder Produktionspartnern. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 22. August 2025.
„Wir wollen nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität von Filmen und Serien erhöhen, die authentisch ostdeutsche Perspektiven einnehmen“, erklärt Alexandra Krampe, Vorstandsmitglied bei PROG und Ansprechpartnerin für das Projekt. Netflix unterstützt das Programm sowohl finanziell als auch inhaltlich. Katja Hofem, Vice President Content DACH bei Netflix, betont: „Großartige Geschichten können von überall kommen – und ostdeutsche Stimmen wurden bisher viel zu selten gehört.“
Das Workshop-Angebot ist auch eine Reaktion auf die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, die PROG im Frühjahr 2025 mit Unterstützung von Netflix durch das Medienforschungsinstitut GOLDMEDIA durchführen ließ. Demnach fühlen sich viele Filmschaffende mit ostdeutscher Herkunft oder Lebensmittelpunkt in Ostdeutschland benachteiligt – sowohl in Bezug auf Marktzugang als auch bei Karrierechancen. Nur zwölf Prozent der Befragten sehen ostdeutsche Perspektiven in fiktionalen Formaten angemessen repräsentiert, im dokumentarischen Bereich sind es gerade einmal zwanzig Prozent.
Vier von fünf Teilnehmenden der Studie wünschen sich eine stärkere Sichtbarkeit ostdeutscher Themen und Biografien auf Kino-, Fernseh- und Streamingbildschirmen. Genau hier setzt das neue Workshop-Programm an.
