Am 23. Juli 2025 lud Kulturstaatsminister Wolfram Weimer führende Vertreter großer US-Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und Apple TV+ zu einem Gespräch ins Bundeskanzleramt ein. Ziel des Treffens war es, den Austausch über die Rahmenbedingungen für Streaming-Anbieter in Deutschland zu vertiefen und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Branche zu finden.
Weimer betonte dabei die Bedeutung fairer Wettbewerbsbedingungen und setzte sich für verbindliche Investitionen der Plattformen in deutsche Film- und Serienproduktionen ein. Die Dominanz internationaler Streaminganbieter auf dem deutschen Markt stelle eine Herausforderung für die lokale Film- und Kreativwirtschaft dar. Deshalb sei es wichtig, dass die Streamingdienste stärker in den deutschen Produktionsstandort investieren und so zur Stärkung der heimischen Branche beitragen.
Obwohl das Treffen keine konkreten Beschlüsse hervorbrachte, wurde der offene und konstruktive Dialog von allen Seiten positiv bewertet. Weimer hob hervor, dass der Austausch wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung des Medienstandorts Deutschland geben könne.
Auch die Medien berichteten intensiv über das Treffen und die Forderungen des Kulturstaatsministers. So kritisierte die taz die anhaltende Dominanz der US-Streamingplattformen und die Auswirkungen auf die lokale Filmindustrie, während andere Stimmen die Notwendigkeit eines gemeinsamen Wegs zur Sicherung einer vielfältigen und lebendigen Medienlandschaft betonten.
Der Streaming-Gipfel im Bundeskanzleramt markiert einen wichtigen Schritt im Dialog zwischen Politik und Branche. Es bleibt abzuwarten, wie die Plattformbetreiber auf die Forderungen reagieren und welche Maßnahmen künftig ergriffen werden, um die deutschen Film- und Serienproduktionen nachhaltig zu fördern.
LinkedIn-Beitrag des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, 23. Juli 2025
