Die Verdopplung der Anreizförderung durch die Bundesregierung auf 250 Millionen Euro stößt auf breite Zustimmung innerhalb der Filmbranche. Besonders deutlich fällt die Reaktion der Produktionsallianz aus: Für die Interessenvertretung der deutschen Produzent:innen markiert die Entscheidung einen dringend notwendigen Wendepunkt für den Produktionsstandort Deutschland.

Michelle Müntefering, CEO der Produktionsallianz, lobt das zügige Handeln der neuen Regierung. Bereits in den ersten 100 Tagen seien entscheidende Weichen gestellt worden. Die geplante Kombination aus finanzieller Förderung, Investitionsverpflichtung und Rechterückbehalt könnte nach Einschätzung der Allianz die lang erwartete Filmreform vollenden. Aus Sicht Münteferings werde dem Film in Deutschland damit wieder der kulturelle und wirtschaftliche Stellenwert eingeräumt, der ihm zustehe.

Auch die mittelfristige Finanzplanung bis 2029 wird als entscheidend gewertet: Sie bringe nicht nur mehr Mittel, sondern auch eine verlässliche Perspektive. Für viele Produktionsunternehmen, die in den vergangenen Jahren unter starkem internationalen Wettbewerbsdruck standen, bedeutet dies neue Chancen auf Augenhöhe.

Die Produktionsallianz betont außerdem, dass die Reform nicht allein über Geld funktionieren könne. Erst durch klare Regeln zur Reinvestition von Streamingerlösen und durch einen Rechterückbehalt werde sichergestellt, dass die Wertschöpfung in der Branche bleibt. Gerade für unabhängige Produktionen und Kinofilme sei das entscheidend.

Unterm Strich bewertet die Allianz die Verdopplung der Fördermittel als „starkes Signal“ – nicht nur finanziell, sondern auch politisch: Der deutsche Film stehe wieder auf der Agenda.

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