Die AG Kino – Gilde fordert den Bundestag auf, das Zukunftsprogramm Kino in den Haushaltsberatungen 2025 zu berücksichtigen. Der Verband betont, dass Investitionsförderung unverzichtbar ist, um die Vielfalt der deutschen Kinolandschaft zu sichern und die Filmreform erfolgreich umzusetzen.
Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino – Gilde, erklärt: „Die besten Filme nützen nichts, wenn sie ihr Publikum nicht erreichen.“ Besonders Arthousekinos seien entscheidend für die Sichtbarkeit künstlerisch-kreativer und europäischer Filme und für die kulturelle Publikumsarbeit vor Ort.
Neben der bestehenden Kinoprogrammprämie brauche es das Zukunftsprogramm Kino als zweite tragende Säule. Der Verband schätzt, dass für Investitionen in Digitalisierung, Technik und Nachhaltigkeit 25 Millionen Euro nötig sind, mindestens jedoch 15 Millionen Euro. Erfahrungen aus den 2000er Jahren hätten gezeigt, dass fehlende Förderung zum Schließen vieler Kinos führte.
Bräuer unterstreicht zudem die gesellschaftliche Bedeutung der Kinos: Sie bieten Orientierung in der Flut audiovisueller Inhalte, sichern künstlerisch-kreativen Filmen Sichtbarkeit und sind einer der wenigen noch bestehenden gemeinsamen Kulturorte in Zeiten wachsender Polarisierung und Vereinsamung.
Seit 2020 hat das Zukunftsprogramm Kino die Kinolandschaft stabilisiert, dennoch bleibt der Investitionsbedarf hoch: Laut FFA übersteigen die jährlichen Anforderungen 100 Millionen Euro, Fördermittel sind oft innerhalb weniger Sekunden ausgeschöpft.
Die AG Kino – Gilde vertritt rund 370 Programmkinos mit über 800 Leinwänden und setzt sich für kulturelle Vielfalt und die Förderung europäischer sowie deutscher Filme ein.
