Die Vertrauensstelle Themis, zentrale Anlaufstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in Kultur-, Musik- und Medienberufen, hat eine neue Spitze: Die Delegiertenversammlung berief Anfang September die erfahrene Medienmanagerin Martina Zöllner zur Präsidentin.

Zöllner, langjährige Redaktionsleiterin und Produzentin, wird künftig gemeinsam mit Maren Lansink die Geschicke des Vereins lenken. Lansink war bereits im Sommer zur geschäftsführenden Vorständin gewählt worden. Die Doppelspitze folgt auf den Rückzug von Eva Hubert, die Ende Juni ihr Amt niedergelegt hatte.

In ihrer ersten Stellungnahme betonte Zöllner, wie wichtig ein unabhängiger Schutzraum für Betroffene sei. Wer am Arbeitsplatz verbale oder körperliche Grenzverletzungen erlebe, stehe häufig vor schwierigen Entscheidungen und brauche eine vertrauliche Stelle, an die er sich wenden könne.

Die Themis-Vertrauensstelle berät seit 2018 Kulturschaffende, Musiker*innen und Medienschaffende, die Belästigung oder Übergriffe erfahren haben. Sie wird von zahlreichen Branchenverbänden getragen und auch von der Kulturstaatsministerin unterstützt, die die Arbeit der Organisation als „unverzichtbar für ein sicheres Arbeitsumfeld“ würdigte.

Mit der Berufung Zöllners setzt Themis auf eine erfahrene Stimme der Medienlandschaft, die sich für Respekt und Fairness im kreativen Arbeitsumfeld starkmacht. Beobachter*innen sehen darin ein klares Signal: Der Einsatz gegen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch bleibt in der Kultur- und Medienbranche ganz oben auf der Agenda.

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