Die Anteilsscheine von Warner Bros. Discovery (WBD) erlebten Anfang dieser Woche einen kräftigen Kurssprung, nachdem neue Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch Paramount und die Produktionsfirma Skydance die Runde machten.
Laut Berichten mehrerer US-Wirtschaftsmedien bereiten Paramount Global und Skydance Media derzeit ein Übernahmeangebot vor, das sich auf das gesamte Unternehmen Warner Bros. Discovery erstrecken könnte. Das Gebot soll überwiegend aus Barmitteln bestehen und wird offenbar von der einflussreichen Ellison-Familie, den Eigentümern von Skydance, unterstützt.
Die Nachricht löste an den Börsen unmittelbare Reaktionen aus: Die WBD-Aktie legte zeitweise um mehr als 30 Prozent zu. Marktbeobachter werten den Kursanstieg als Zeichen dafür, dass Investoren dem möglichen Zusammenschluss durchaus Chancen einräumen – auch wenn bisher keinerlei offizielle Bestätigung von Seiten der beteiligten Unternehmen vorliegt.
Besondere Brisanz erhält das Gerücht durch den Umstand, dass Warner Bros. Discovery derzeit selbst an einer weitreichenden Neuaufstellung arbeitet. Unternehmensnahen Kreisen zufolge plant der Medienriese, seine Geschäftssparten bis 2026 in zwei unabhängige Einheiten aufzuspalten: eine für Streaming und Filmproduktion, die andere für lineares Fernsehen und traditionelle Netzwerke. Ein Übernahmeangebot würde diese Pläne potenziell über den Haufen werfen oder zumindest deutlich verändern.
Weder Warner Bros. Discovery noch Paramount oder Skydance haben sich bislang zu den Berichten geäußert. Analystinnen und Analysten betonen, dass sich Gerüchte dieser Art häufig zerschlagen können, sehen aber dennoch ein Signal für die anhaltende Konsolidierung im internationalen Medien- und Streamingmarkt.
Variety berichtet ausführlich.
