Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will den Etat für Medienförderung im kommenden Jahr offenbar um fünf Prozent reduzieren. Damit stünden der Film- und Medienstiftung insgesamt rund 1,9 Millionen Euro weniger zur Verfügung als bisher.
Die geplante Kürzung bedeutet, dass der Gesamtetat der Stiftung auf etwa 34,5 Millionen Euro sinken würde. Die Maßnahme sorgt in der Medienbranche für Besorgnis, denn gerade Film- und Medienprojekte profitieren stark von der Förderung durch die Landesmittel. Kritiker warnen, dass insbesondere kleinere Produktionsfirmen und innovative Filmprojekte unter den Einschnitten leiden könnten.
Die Landesregierung begründet die Kürzung mit der Notwendigkeit, den Haushalt zu konsolidieren. Offizielle Details dazu sollen in den kommenden Haushaltsberatungen des Landtags diskutiert werden. Vertreter der Film- und Medienwirtschaft fordern indes, dass die Förderung als Investition in die kulturelle Vielfalt und die wirtschaftliche Stärke der Branche gesehen werden müsse.
Für die Branche ist NRW nicht nur Produktionsstandort, sondern auch ein bedeutender Fördergeber – von Kurzfilmprojekten bis hin zu internationalen Koproduktionen. Die bevorstehenden Kürzungen könnten daher spürbare Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette der Medienlandschaft im Land haben.
Die Diskussion über die Haushaltskürzungen bei der Film- und Medienstiftung wird voraussichtlich in den nächsten Wochen weiter an Fahrt gewinnen. Branchenvertreter und Politik werden genau beobachten, wie stark die Sparmaßnahmen die Projekte in NRW tatsächlich treffen.
