Berlin, 07. November 2025 – Der Digitalverband Bitkom hat im Vorfeld der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien Stellung zu aktuellen Themen der Filmförderung und Kinopolitik genommen. In seiner Positionierung betont der Verband die zentrale Rolle privater Mediendienste für den deutschen Film- und Medienstandort.

Bitkom-Mitglieder, darunter große wie kleine Anbieter linearer und non-linearer audiovisueller Inhalte, investierten kontinuierlich in lokale Produktionen und deren Vermarktung. Sie trügen mit Beiträgen an die Filmförderungsanstalt (FFA) wesentlich zur Finanzierung deutscher Kinofilme bei und seien wichtige kreative Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel sei, den Filmstandort international noch wettbewerbsfähiger zu machen.

Im Fokus der Stellungnahme steht die geplante Reform der Filmförderung. Bitkom plädiert dafür, weniger auf die Quantität, sondern auf die Qualität von Produktionen zu setzen, die als „Leuchtturmprojekte“ die Kreativität und Exzellenz des deutschen Films zeigen. Zentral sei dabei die Schaffung von Planungssicherheit für Produzenten und Mediendienste.

Positiv bewertet der Verband die Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur freiwilligen Selbstverpflichtung von Mediendiensten. Sie ermögliche Investitionen in den Filmstandort auf effiziente, unbürokratische Weise und berücksichtige die unterschiedlichen Geschäftsmodelle und Contentstrategien der Branche.

Bitkom betont außerdem, dass bestehende Förderinstrumente wie der German Motion Picture Fund (GMPF) und der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) weiter optimiert werden müssten. So sei die Mindestbudget-Schwelle von 20 Millionen Euro für GMPF-geförderte Filme für viele Projekte zu hoch und sollte auf fünf Millionen Euro gesenkt werden, um insbesondere Streaming-Produktionen stärker zu berücksichtigen. Auch die lange Kinoauswertungsfrist im DFFF erweise sich im internationalen Vergleich als hinderlich.

Darüber hinaus spricht sich Bitkom für steuerbasierte Anreize zur Film- und Serienförderung aus, die kreative und finanzielle Risiken belohnen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken könnten. Ziel müsse eine flexible, bürokratiearme und marktorientierte Förderung sein, die den Publikumserfolg in den Mittelpunkt stellt.

Abschließend betont Bitkom die Bereitschaft, die Weiterentwicklung der Filmförderung aktiv zu begleiten. Der Verband vertritt über 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft in Deutschland, darunter mehr als 1.000 Mittelständler und über 500 Startups, und engagiert sich für eine nachhaltige Stärkung des Medienstandortes Deutschland.

Quelle: Bitkom e.V., „Stellungnahme Bitkom zu Filmstandort Deutschland: Filmförderung, Kinoförderung, Filmerbe
 
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