Die Europäische Kommission hat die Verlängerung der deutschen Filmförderinstrumente Deutscher Filmförderfonds (DFFF I und II) sowie des German Motion Picture Fund (GMPF) offiziell genehmigt. Die entsprechenden Entscheidungen wurden Anfang Dezember im EU-Beihilfe-Register veröffentlicht und bestätigen die Fortführung der Programme für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2026.

Die Notifizierung erfolgte im Rahmen des europäischen Beihilferechts und wurde von der Kommission ohne Auflagen freigegeben. Damit ist sichergestellt, dass die Förderprogramme auch im kommenden Jahr rechtskonform weitergeführt werden können.

Verlängerung bewusst auf ein Jahr begrenzt

Auffällig ist, dass die Genehmigung der EU ausschließlich ein weiteres Jahr umfasst. Hintergrund ist die von der Bundesregierung geplante Reform und Vereinheitlichung der Filmförderung, die nach aktuellem Stand zur Mitte des Jahres 2026 umgesetzt werden soll. In diesem Zuge sollen die bestehenden Richtlinien neu strukturiert und zusammengeführt werden.

Für die Branche bedeutet dies: Die derzeitigen Förderlogiken von DFFF und GMPF bleiben zwar zunächst bestehen, sind jedoch klar als Übergangslösung angelegt.

Bedeutung für Produzenten und Streamer

Mit der EU-Freigabe besteht für Produzentinnen und Produzenten sowie internationale Auftraggeber Planungssicherheit für das Jahr 2026. Insbesondere der GMPF bleibt damit weiterhin verfügbar, auch wenn künftig vorgesehen ist, dass Streamingproduktionen nicht mehr ausschließlich auf dieses Instrument angewiesen sein sollen, sondern stärker in ein einheitliches Fördersystem integriert werden.

Europarechtliche Grundlage bestätigt

Die Entscheidungen der EU-Kommission bestätigen erneut, dass die deutsche Filmförderung mit dem europäischen Beihilferecht vereinbar ist. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund internationaler Koproduktionen und Standortentscheidungen von Bedeutung, da Rechtssicherheit ein zentraler Faktor für Investitionen bleibt.

Mit Blick auf die anstehende Reform markieren die Genehmigungen weniger einen inhaltlichen Neustart als vielmehr eine Stabilisierungsphase, in der die Branche Zeit gewinnt, sich auf die kommenden strukturellen Änderungen einzustellen.