Die Paramount Skydance Corporation (NASDAQ: PSKY) und Warner Bros. Discovery, Inc. (NASDAQ: WBD) haben am 27. Februar 2026 einen verbindlichen Fusionsvertrag unterzeichnet, wonach Paramount alle ausstehenden Aktien von Warner Bros. Discovery in bar übernimmt. Die Transaktion hat einen Unternehmenswert von rund 110 Milliarden Dollar und soll voraussichtlich im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen und der Zustimmung der WBD‑Aktionäre.

Unter den Bedingungen des Abkommens zahlt Paramount 31 Dollar pro WBD‑Aktie in bar. Sollte der Abschluss bis zum 30. September 2026 nicht erfolgen, erhalten die WBD‑Aktionäre eine sogenannte „Ticking Fee“ von 0,25 Dollar pro Anteil und Quartal bis zum endgültigen Abschluss. Die Direktoren beider Unternehmen haben den Vertrag bereits einstimmig gebilligt.

Paramount will durch den Zusammenschluss ein globales Medien‑ und Unterhaltungsunternehmen schaffen, das sowohl in der Kinoproduktion als auch im Streaming‑ und linearen TV‑Bereich konkurrenzfähiger agieren kann. Die kombinierte Einheit soll nach Angaben der Unternehmen mindestens 30 Spielfilme pro Jahr veröffentlichen und dabei für alle Produktionen ein exklusives weltweites Kinofenster von mindestens 45 Tagen sicherstellen, mit dem Ziel, dieses auf 60–90 Tage oder mehr zu erweitern.

Die Vereinigung soll auch die Content‑Bibliotheken und Streaming‑Plattformen beider Konzerne bündeln und so eine größere Auswahl für Zuschauer schaffen. Zu den bekannten Marken und Franchises gehören unter anderem „Game of Thrones“, „Mission: Impossible“, „Harry Potter“, „Top Gun“, das DC‑Universum und „SpongeBob SquarePants“.

Finanziert wird der Deal durch 47 Milliarden Dollar an neu begebenem Kapital, das vollständig von der Familie Ellison und RedBird Capital Partners zugesagt wurde, sowie zusätzliche 54 Milliarden Dollar an Fremdkapital. Paramount erwartet Synergien von mehr als 6 Milliarden Dollar, die durch technische Integration, betriebliche Effizienzgewinne und andere Maßnahmen realisiert werden sollen.

Paramount‑CEO David Ellison erklärte in der Mitteilung, dass die Fusion die Stärken beider Studios vereine und die Chancen für kreatives Storytelling und Wettbewerbsfähigkeit im sich wandelnden Medienmarkt erhöhe. WBD‑CEO David Zaslav betonte, der Abschluss des Vertrags sei ein starker Wertbeitrag für die Aktionäre.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Prüfungen, insbesondere antitrust‑rechtlicher Genehmigungen in den USA und weltweit, sowie der Zustimmung der Aktionäre von Warner Bros. Discovery.

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