Sony plant die Abwicklung des weltweit tätigen Visual-Effects-Unternehmens Pixomondo. Nach Angaben des Branchenmagazins Televisual sollen laufende Projekte noch abgeschlossen werden, bevor der Geschäftsbetrieb eingestellt wird.

Von der Entscheidung sind sämtliche Standorte betroffen, darunter auch die deutsche Niederlassung in Stuttgart. Neben dem klassischen VFX-Geschäft soll auch die auf virtuelle Produktion spezialisierte Einheit „Clara“ geschlossen werden. Für einzelne Unternehmensbereiche besteht die Möglichkeit, in andere Strukturen des Sony-Konzerns integriert zu werden, insbesondere in Sony Pictures Imageworks.

Sony hatte Pixomondo im Jahr 2022 übernommen. Der bisherige CEO Jonny Slow hatte bereits im Februar 2026 angekündigt, das Unternehmen zu verlassen.

In der Branche stößt die Entwicklung auf deutliche Besorgnis. Das deutsche Studio RISE Visual Effects Studios erklärte, man sei „zutiefst erschüttert“ über die Nachricht und verwies auf die angespannte Lage im VFX-Sektor. Zugleich wurde erneut auf strukturelle Probleme hingewiesen, insbesondere auf die aus Sicht der Branche unzureichende Förderlandschaft in Deutschland.

Pixomondo war an zahlreichen international erfolgreichen Film- und Serienproduktionen beteiligt, darunter Game of Thrones, The Boys und House of the Dragon. Für seine Arbeiten wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Emmy-, BAFTA- und Oscar-Auszeichnungen.

 

 
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