Der Bund stellt im Rahmen der neuen kulturpolitischen Initiative „JUGEND.macht.KULTUR 2026“ insgesamt eine Million Euro zusätzlich für Projekte der kulturellen Jugendförderung bereit. Ein zentraler Bestandteil der Förderung geht an das bundesweite Filmbildungsprogramm Vision Kino, das 300.000 Euro zur Weiterentwicklung der SchulKinoWochen erhält.

Mit der Initiative setzt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gezielt auf Programme, die jungen Menschen den Zugang zu Kunst, Kultur und kreativen Ausdrucksformen erleichtern sollen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer betonte dabei die Bedeutung kultureller Teilhabe als gesellschaftlichen Faktor: Sie sei „ein Zukunftselixier der Demokratie“ und ermögliche Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft den Zugang zu kultureller Bildung.

Ausbau der SchulKinoWochen

Die Fördermittel für Vision Kino sollen insbesondere dazu dienen, das Angebot der SchulKinoWochen zu erweitern. Das Programm gilt als eines der größten filmpädagogischen Angebote in Deutschland und bringt jährlich rund eine Million Schüler:innen in etwa 800 Kinos bundesweit.

Ziel ist es, Film stärker als kulturelles und pädagogisches Medium im Schulkontext zu verankern und zugleich Kinos als außerschulische Lernorte zu stärken. Damit leistet das Programm auch einen Beitrag zur langfristigen Publikumsentwicklung im deutschen Kinomarkt.

Teil einer breiteren Förderstrategie

Neben Vision Kino werden weitere Projekte im Rahmen der Initiative unterstützt. Dazu zählen unter anderem die „Kunstwelten“ der Akademie der Künste sowie das Programm „U25 – Richtung: Junge Kulturinitiativen“ des Fonds Soziokultur. Auch der Deutsche Museumsbund sowie die Stiftung Genshagen erhalten zusätzliche Mittel für jugendorientierte und partizipative Kulturprojekte.

Bedeutung für die Film- und Kinobranche

Für die deutsche Filmwirtschaft ist die Aufstockung der Mittel für Vision Kino besonders relevant. Filmbildung und frühe kulturelle Teilhabe gelten als zentrale Bausteine für die Entwicklung zukünftiger Kinopublika. Gleichzeitig stärken Programme wie die SchulKinoWochen die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kinos und der Filmbranche.

Mit der neuen Förderlinie setzt der Bund damit ein Signal für die langfristige Verankerung von Film als Bildungs- und Kulturmedium im öffentlichen Raum.

Zur Pressemitteilung

 
Bild: © Paxabay