Die Nordischen Filmtage Lübeck stehen vor einem Führungswechsel: Die Hansestadt Lübeck hat die Position der Geschäftsführung des traditionsreichen Festivals neu ausgeschrieben. Hintergrund ist der angekündigte Ruhestand von Susanne Kasimir, die ihre Tätigkeit zum 1. Mai 2027 beendet.
Kasimir prägt das Festival seit vielen Jahren in zentraler organisatorischer Funktion und verantwortet die Geschäftsführung noch bis einschließlich der Ausgabe 2026 vollständig. Anschließend wird sie die neue Leitung bei der Einarbeitung begleiten und so einen geordneten Übergang sicherstellen.
Die Nachfolge soll frühzeitig geregelt werden. Bewerbungen auf die ausgeschriebene Stelle sind bis zum 1. Juni 2026 möglich. Die Hansestadt setzt dabei bewusst auf eine längere Übergangsphase, um Kontinuität an der Spitze des Festivals zu gewährleisten. Die künftige Geschäftsführung soll ihre Tätigkeit bereits im Vorfeld vorbereitend aufnehmen und ab Frühjahr 2027 offiziell übernehmen.
Inhaltlich umfasst die Position die gesamte organisatorische, finanzielle und strategische Verantwortung für eines der bedeutendsten Filmfestivals im nord- und nordosteuropäischen Raum. Dazu zählen unter anderem Budgetplanung, Fördermittelakquise, Sponsoring, Marketing, Personalführung sowie die Weiterentwicklung des Festivalprofils in enger Abstimmung mit der künstlerischen Leitung.
Die Nordischen Filmtage Lübeck gelten als eines der wichtigsten Festivals für nordisches Kino außerhalb Skandinaviens und sind fest in der Kulturlandschaft der Hansestadt verankert. Jährlich präsentiert das Festival ein umfangreiches Programm aus Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, Serien sowie immersiven Formaten.
Mit der frühzeitigen Ausschreibung verfolgt die Stadt nach eigenen Angaben das Ziel eines „nahtlosen Übergangs“ und einer strukturierten Übergabe innerhalb der Festivalleitung.
