Die deutsche Kinolandschaft zeigt 2025 eine leichte Erholung bei gleichzeitig strukturellem Wandel im Publikum. Laut der aktuellen FFA-Studie „Kinobesucherinnen 2025“ waren 31 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung im vergangenen Jahr mindestens einmal im Kino – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber 2024. Insgesamt entspricht das rund 23,4 Millionen Kinobesucherinnen, ein Plus von etwa acht Prozent im Jahresvergleich.

Trotz des Wachstums bleibt das Niveau weiterhin unter dem Vorkrisenjahr 2019, als noch 38 Prozent der Bevölkerung ins Kino gingen. Auch die Besuchsintensität ging leicht zurück: Durchschnittlich wurden 3,8 Tickets pro Kinogänger*in gelöst, minimal weniger als im Vorjahr.

Besonders deutlich zeigt sich die Dynamik im Bereich deutscher Produktionen: Die Zahl der Kinobesuche für deutsche Filme stieg um 35 Prozent auf 13,3 Millionen. Damit tragen heimische Filme erneut spürbar zur Gesamtentwicklung des Marktes bei.

Strukturell verschiebt sich das Kinopublikum weiter in Richtung älterer Zielgruppen. Während die Ticketkäufe bei den über 30-Jährigen zulegten, gingen sie insbesondere bei den 10- bis 29-Jährigen zurück. Das Durchschnittsalter der Kinobesucher*innen stieg auf 40,6 Jahre – ein Plus von 1,4 Jahren gegenüber dem Vorjahr.

Auch in der Nutzung zeigt sich ein differenziertes Bild: Knapp die Hälfte der Kinogängerinnen besucht das Kino nur einmal pro Jahr, während etwa ein Drittel zwei bis drei Besuche tätigt. Sehr regelmäßige Kinogängerinnen (sieben oder mehr Besuche jährlich) machen weiterhin rund zehn Prozent aus.

Unter den erfolgreichsten Filmen des Jahres dominierte „Das Kanu des Manitu“ in mehreren Zielgruppen. Bei jüngeren Zuschauer*innen setzte sich hingegen „Ein Minecraft Film“ stärker durch.

Insgesamt deutet die Studie auf einen stabilisierten, aber noch nicht vollständig erholten Kinomarkt hin – mit wachsender Bedeutung älterer Zielgruppen und einer weiterhin zentralen Rolle erfolgreicher Einzelhits für die Gesamtentwicklung.

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Bild: © Paxabay