Der US-amerikanische 3D-Technologiedienstleister Lightstorm Vision, gegründet von Regisseur James Cameron, hat den deutschen Spezialisten Stereotec übernommen. Mit der Akquisition des Unternehmens aus dem Raum München stärkt Lightstorm Vision seine Position im Markt für stereoskopische 3D-Produktionen und immersive Medienformate.

Stereotec zählt seit Jahren zu den renommiertesten Technologieanbietern im Bereich professioneller 3D-Kameratechnik. Die von Gründer und Geschäftsführer Florian Maier entwickelte Technik kam unter anderem bei den Produktionen „Gemini Man“ und „Billy Lynn’s Long Halftime Walk“ von Ang Lee sowie bei „Dune: Part Two“ von Denis Villeneuve zum Einsatz. Darüber hinaus war das Unternehmen an zahlreichen Projekten für immersive Plattformen wie Meta Quest und Apple Vision Pro beteiligt.

Nach Angaben von Lightstorm Vision soll die Übernahme dazu beitragen, die Entwicklung einer neuen Generation integrierter und automatisierter 3D-Produktionssysteme voranzutreiben. James Cameron bezeichnete Florian Maier in einer Stellungnahme als technologischen Weggefährten mit einer gemeinsamen Vision für die Zukunft des stereoskopischen Erzählens. Ziel sei es, hochwertige 3D-Erlebnisse für Film, Streaming, Sport, Musik und weitere Unterhaltungsbereiche effizienter produzieren zu können.

Auch Maier sieht in dem Zusammenschluss einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Technologie. Die Verbindung der von Stereotec entwickelten Lösungen für native 3D-Aufnahmen mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Lightstorm Vision eröffne neue Möglichkeiten für zukünftige Produktionsworkflows.

Für den deutschen Film- und Technikstandort ist die Übernahme bemerkenswert. Sie unterstreicht die internationale Bedeutung spezialisierter deutscher Anbieter im Bereich Kameratechnologie und visueller Innovation. Gleichzeitig zeigt die Transaktion, dass das Interesse an hochwertigen 3D- und immersiven Formaten trotz schwankender Marktphasen weiterhin vorhanden ist. Insbesondere mit dem Aufkommen neuer XR- und Spatial-Computing-Plattformen gewinnt die dafür notwendige Produktionsinfrastruktur wieder an strategischer Bedeutung.

Über finanzielle Details der Übernahme machten die beteiligten Unternehmen keine Angaben.

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