Mit einem neuen Förderprogramm wollen PROG – Producers of Germany und nordmedia die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Film- und Fernsehproduktion verbessern. Der jetzt vorgestellte „Familienzuschuss Filmproduktion“ unterstützt Produktionsunternehmen bei der Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen während der Herstellung von Film- und TV-Projekten.
Hintergrund sind die besonderen Arbeitsbedingungen der Branche. Befristete Beschäftigungsverhältnisse, wechselnde Einsatzorte und lange Arbeitszeiten stellen Filmschaffende mit Kindern oder Pflegeverantwortung häufig vor erhebliche Herausforderungen. Das neue Förderinstrument soll dazu beitragen, diese Belastungen zu reduzieren und die Attraktivität der Filmbranche als Arbeitsumfeld zu stärken.
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Produktionsunternehmen mit Projekten, die Drehtage in Niedersachsen oder Bremen sowie einen regionalen Bezug aufweisen. In der Pilotphase können fiktionale Produktionen Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro erhalten, dokumentarische Projekte werden mit bis zu 5.000 Euro gefördert. Insgesamt stehen für das Programm zunächst 250.000 Euro zur Verfügung.
Gefördert werden unter anderem Kinder- und Familienbetreuung während der Produktion, Maßnahmen für schwangere und stillende Filmschaffende, Jobsharing-Modelle, die Einführung von Vier-Tage-Drehwochen sowie der Einsatz von Family Consultants. Auch Unterstützungsangebote für unvorhergesehene familiäre Belastungssituationen können bezuschusst werden.
Die Pilotphase startet im Juni 2026. Für die nächste Förderrunde endet die Antragsfrist am 3. September 2026.
Alle geförderten Produktionen verpflichten sich zur Teilnahme an einer Evaluation. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen im Rahmen eines Branchenevents vorgestellt und für die Weiterentwicklung des Programms genutzt werden.
Nordmedia-Geschäftsführerin Meike Götz bezeichnete den Familienzuschuss als wichtigen Impuls für bessere Arbeitsbedingungen in der Branche. Auch PROG-Geschäftsführerin Julia Maier-Hauff begrüßte den Start des Programms und verwies darauf, dass die Initiative aus der Mitgliedschaft des Produzentenverbands hervorgegangen sei.
