Die US-Mediengruppe Fox will die Streaming-Plattform Roku übernehmen. Wie beide Unternehmen am Montag bekanntgaben, haben sie eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet, nach der Fox Roku für 160 US-Dollar je Aktie erwerben wird. Der Gesamtwert der Transaktion liegt bei rund 22 Milliarden US-Dollar.

Mit dem Zusammenschluss entsteht ein neuer Schwergewicht im US-amerikanischen TV- und Streamingmarkt. Gemeinsam würden Fox und Roku nach Unternehmensangaben mehr als 100 Millionen Haushalte weltweit erreichen und zu den größten Anbietern im US-Fernsehgeschäft zählen.

Fox verfolgt seit Jahren den Ausbau seines Streaming-Geschäfts. Nach der Übernahme des werbefinanzierten Streamingdienstes Tubi im Jahr 2020 setzt der Konzern nun auf die Verbindung seiner Inhalte aus den Bereichen Live-Sport, Nachrichten und Unterhaltung mit der Reichweite von Roku. Die Plattform gehört in den USA zu den wichtigsten Zugangspunkten für Streaming-Angebote auf Smart-TVs und Streaming-Geräten.

Fox-CEO Lachlan Murdoch bezeichnete die Übernahme als konsequenten nächsten Schritt der Unternehmensstrategie. Ziel sei es, das eigene Content-Angebot mit einer führenden Streaming-Plattform zu verbinden und die Position des Unternehmens im digitalen TV-Markt weiter auszubauen.

Auch Roku-Gründer und CEO Anthony Wood sieht in der Transaktion Chancen für weiteres Wachstum. Roku habe sich in den vergangenen Jahren zu einer der weltweit größten Streaming-Plattformen entwickelt und erreiche inzwischen mehr als 100 Millionen Haushalte.

Für die Medienbranche könnte der Deal weitreichende Folgen haben. Die Übernahme unterstreicht den Trend zur Konsolidierung im Streamingmarkt und stärkt insbesondere die Bedeutung werbefinanzierter Streaming-Angebote (FAST). Zugleich gewinnt Fox durch Roku direkten Zugang zu einer der wichtigsten Plattformen für die Verbreitung und Auffindbarkeit von Bewegtbildinhalten.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss wird für die erste Hälfte des Jahres 2027 erwartet.

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