Canal+ hat seine langfristige Unterstützung des europäischen Kinos ausgeweitet. Der französische Pay-TV-Anbieter und die zugehörige Marke CINÉ+ OCS investieren zwischen 2028 und 2032 mindestens 980 Millionen Euro in französische und europäische Kinoproduktionen. Die neue Vereinbarung wurde gemeinsam mit den französischen Branchenverbänden BLIC, BLOC und ARP geschlossen und ersetzt das bisherige Abkommen, das Ende 2027 ausläuft.

Mit der fünfjährigen Vereinbarung erhöht Canal+ sein jährliches Investitionsvolumen auf rund 196 Millionen Euro und sichert sich zugleich weiterhin einen bevorzugten Platz innerhalb der französischen Medienchronologie. Kinofilme können damit auch künftig bereits sechs Monate nach ihrem Kinostart bei Canal+ ausgewertet werden.

Canal+-CEO Maxime Saada bezeichnete das Abkommen als klares Bekenntnis zum Kino. Die Rekordinvestition von nahezu einer Milliarde Euro unterstreiche die langfristige Partnerschaft des Unternehmens mit der Filmbranche und solle die kreative Vielfalt sowie die wirtschaftliche Stabilität des Sektors stärken.

Neben der finanziellen Zusage enthält die Vereinbarung auch inhaltliche Schwerpunkte. Canal+ will seine Unterstützung insbesondere für Debütfilme, neue Talente, vielfältige Erzählformen, Animationsfilme, Produktionen des sogenannten Mittelsegments sowie publikumsstarke Kinofilme ausbauen. Ziel sei es, sowohl kreative Innovation als auch die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Filmindustrie langfristig zu fördern.

Nach Angaben von Canal+ stellt das Abkommen aufgrund seines Umfangs, seiner Laufzeit und der damit verbundenen Verpflichtungen eine bislang beispiellose Vereinbarung zwischen einem Fernsehveranstalter und der französischen Filmbranche dar. Zugleich bekräftigen die Unterzeichner ihr Festhalten am französischen Modell der Filmfinanzierung und an einer Medienchronologie, die als wesentliche Grundlage für die Finanzierung nationaler Kinoproduktionen gilt.

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