Berlin, 27. August 2026 – Die deutsche Filmbranche macht gegen die geplante Kürzung der Bundesfilmförderung mobil. 48 Verbände, Initiativen und Institutionen fordern die Bundesregierung auf, die für 2027 angekündigte Reduzierung der Mittel vollständig zurückzunehmen.

Hintergrund ist die vorzeitige Ausschöpfung der Fördertöpfe von DFFF I und II sowie des GMPF. Die Mittel sind nach Angaben der Branche bereits vier Monate vor Jahresende vergeben. Die hohe Nachfrage zeige, dass die Förderinstrumente Wirkung entfalteten und der Produktionsstandort Deutschland über entsprechendes Wachstumspotenzial verfüge.

Umso kritischer sehen die Verbände die geplante Absenkung der Bundesmittel von bislang zugesagten 250 Millionen Euro auf rund 200 Millionen Euro im Jahr 2027. Die Kürzung gefährde vorbereitete Produktionen, Investitionen und Arbeitsplätze und könne das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Standorts beschädigen.

Die 48 Organisationen verweisen darauf, dass der Branche nach dem Wegfall des ursprünglich geplanten steuerbasierten Filmfördersystems eine jährliche Bundesförderung von 250 Millionen Euro zugesagt worden sei. Diese Zusage müsse auch 2027 und in den Folgejahren gelten.

Kritik gibt es zudem an der Finanzierung der Kinoinvestitionsförderung. Eine Querfinanzierung des Zukunftsprogramms Kino aus nicht benötigten DFFF- und GMPF-Mitteln funktioniere nicht. Stattdessen fordern die Verbände eigene, getrennte Haushaltsansätze für die jeweiligen Förderlinien.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Produktionsallianz, SPIO, Deutsche Filmakademie, AG Kino, HDF KINO, Bundesverband Schauspiel und Bundesverband Regie.

Die gemeinsame Forderung lautet: 250 Millionen Euro Bundesmittel auch 2027 und darüber hinaus – verlässlich und getrennt nach Förderlinien.