US-Präsident Donald Trump macht sich für einen bundesweiten Steueranreiz für Film- und TV-Produktionen stark. Nach einem Treffen mit Schauspieler Jon Voight forderte er den US-Kongress auf, schnell ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen. Ziel sei es, Produktionen und damit Arbeitsplätze wieder stärker in die USA zu holen.

Die Initiative soll parteiübergreifend umgesetzt werden. Unterstützung kommt bereits aus der US-Filmbranche: Die Motion Picture Association sowie mehrere Gewerkschaften begrüßten Trumps Vorstoß. Auch der demokratische Senator Adam Schiff sprach sich für einen bundesweiten Produktionsanreiz aus.

Konkrete Eckpunkte des geplanten Modells gibt es bislang allerdings nicht. Im Umfeld von Voight und der Motion Picture Association wird unter anderem ein Steuerkredit von 20 Prozent auf bestimmte Arbeitskosten diskutiert. Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt derzeit noch nicht vor.

Hintergrund ist der zunehmende internationale Standortwettbewerb. US-Produktionen werden zunehmend in Länder und Regionen mit attraktiven Steueranreizen verlagert. Ein bundesweiter US-Anreiz könnte diesen Trend bremsen und die bestehenden Förderprogramme einzelner Bundesstaaten ergänzen.

Für Hollywood wäre die Einführung eines solchen Instruments ein wichtiger industriepolitischer Schritt. Ob Trumps Vorstoß tatsächlich in ein Gesetz mündet, ist jedoch noch offen.

Quellen: Variety · Deadline · Reuters

 
 
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