In den USA ist der geplante bundesweite Steueranreiz für Film- und TV-Produktionen einen entscheidenden Schritt weiter: Am 24. September wurde der entsprechende Gesetzentwurf, der Motion Picture, Television, and Entertainment Revitalization Act, von Abgeordneten beider Parteien im Kongress eingebracht.
Vorgesehen ist eine Steuergutschrift von 20 Prozent auf qualifizierte US-Arbeitskosten. Der Basisanreiz kann unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 30 Prozent steigen. Anspruchsberechtigt sollen unter anderem Spielfilme, TV-Piloten und Serienstaffeln mit Produktionskosten von mehr als einer Mio. Dollar sein, sofern mindestens 75 Prozent der Hauptdrehtage in den USA stattfinden. Auch Postproduktion und VFX sollen berücksichtigt werden.
Besonders relevant für den internationalen Standortwettbewerb ist, dass der geplante Bundesanreiz zusätzlich zu bestehenden Fördermodellen der einzelnen Bundesstaaten genutzt werden könnte. Weitere Bonusgutschriften sind unter anderem für unabhängige Produktionen, Dreharbeiten in ländlichen Gebieten sowie Projekte mit umfangreichen Produktionsausgaben über mehrere Bundesstaaten hinweg vorgesehen.
Damit liegt erstmals ein konkreter Vorschlag für einen einheitlichen US-weiten Produktionsanreiz vor. Ob das Gesetz den Kongress passiert, ist allerdings weiterhin offen. Die Initiatoren streben eine Verabschiedung noch in diesem Jahr an.
