Die EU will die Verbindungen zwischen der afrikanischen und europäischen Film- und AV-Wirtschaft deutlich ausbauen. Das beim Filmfest Hamburg vorgestellte Programm „Africa-Europe Partnerships for Culture: Audiovisual Sector“ soll dafür neue Wege bei Koproduktion, Finanzierung und Distribution schaffen – und damit auch europäischen Produzenten, Verleihern und Investoren den Zugang zu afrikanischen Märkten erleichtern.

Für das bis 2029 laufende Programm stehen 16,5 Mio. Euro zur Verfügung. Umgesetzt wird es von der GIZ und Expertise France. Vorgesehen sind unter anderem der Aufbau von Geschäftsnetzwerken, Unterstützung bei der Suche nach Finanzierungspartnern sowie Beratung zu regulatorischen Rahmenbedingungen. Auch Vertriebspartnerschaften und die Erschließung neuer Publika gehören zum Ansatz.

Der wirtschaftliche Hintergrund ist ein wachsender audiovisueller Markt mit bislang erheblichen strukturellen Lücken. Nach Angaben der Projektpartner soll insbesondere die Verbindung zwischen afrikanischen und europäischen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestärkt werden – von der Entwicklung und Koproduktion bis zu Finanzierung, Vertrieb und Publikum.

Für europäische Marktteilnehmer eröffnet das Programm damit potenziell neue Kooperations- und Verwertungsmöglichkeiten. Gleichzeitig soll die afrikanische Branche beim Zugang zu Know-how, Netzwerken und internationaler Finanzierung unterstützt werden. Die operative Umsetzung im audiovisuellen Bereich soll im Herbst 2026 anlaufen.