Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) plant, die Liste der Filmfestivals auszuweiten, deren Hauptpreise zur Qualifikation für den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“ berechtigen. Das kündigte Academy-CEO Bill Kramer in einem Interview mit Deadline am Rande des Tokyo International Film Festival an.

Seit der Reform der Oscar-Regeln im Mai 2026 können Filme nicht nur über die offizielle Einreichung ihres Produktionslandes, sondern auch über einen Hauptpreis bei einem von sechs ausgewählten internationalen Festivals für die Kategorie qualifiziert werden. Dazu zählen die Berlinale mit dem Goldenen Bären, Cannes mit der Goldenen Palme, Venedig mit dem Goldenen Löwen sowie Sundance, Toronto und Busan.

Die Neuregelung ermöglicht es, dass mehrere Filme aus einem Land im Oscar-Rennen vertreten sind. Deutschland profitiert in der laufenden Saison davon: Neben dem offiziellen deutschen Beitrag „Everytime“ von Sandra Wollner können sich auch İlker Çataks Berlinale-Gewinner „Gelbe Briefe“ und Visar Morinas Sundance-Preisträger „Von Scham und Geld“ qualifizieren.

Mit der geplanten Erweiterung will die Academy ihre internationale Ausrichtung stärken und mehr Filmschaffenden weltweit Zugang zum Wettbewerb ermöglichen. Kramer nannte bislang weder weitere Festivals noch einen Zeitplan für die Umsetzung.

Deadline berichtet ausführlich.

 
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