Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat eine erneute Ausweitung des Steueranreizprogramms für Film- und Fernsehproduktionen vorgeschlagen. Das jährliche Fördervolumen soll von derzeit 750 Mio. auf mindestens eine Mrd. Dollar steigen. Damit will der Bundesstaat seine Wettbewerbsfähigkeit als Produktionsstandort stärken und der Abwanderung von Produktionen in andere US-Bundesstaaten entgegenwirken.

Erst im Juni 2025 war das jährliche Budget des kalifornischen Förderprogramms mehr als verdoppelt worden. Newsoms neuer Vorschlag sieht neben der Erhöhung des Gesamtvolumens auch strukturelle Änderungen vor. Künftig sollen Steuergutschriften auch für sogenannte Above-the-Line-Kosten gelten, darunter Honorare für Schauspieler, Regisseure und Drehbuchautoren.

Zudem soll das Programm bis 2040 verlängert werden. Die Förderung unabhängiger Produktionen will Newsom um 26 Mio. auf insgesamt 100 Mio. Dollar jährlich erhöhen. Unternehmen, die sich zu mindestens zwei förderfähigen Produktionen in Kalifornien verpflichten, sollen außerdem einen zusätzlichen Steuerbonus von fünf Prozent erhalten können.

Newsom begründet die Initiative mit dem zunehmenden Wettbewerb um Produktionsstandorte. Zugleich appellierte er an den US-Kongress, ein nationales Steueranreizmodell für Film- und Fernsehproduktionen auf den Weg zu bringen. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor ebenfalls für eine bundesweite Förderung ausgesprochen. Ein parteiübergreifender Gesetzentwurf ist bereits in Arbeit.

Ob Newsoms Vorschlag noch während seiner Amtszeit umgesetzt wird, ist allerdings offen. Seine Amtszeit endet im Januar 2027. Die Entscheidung über eine mögliche Ausweitung liegt beim kalifornischen Parlament.

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