Nordrhein-Westfalen setzt seinen Kurs als führender Produktionsstandort in Deutschland fort. Laut einer aktuellen Studie der Beratungsagentur Goldmedia, die von der NRW-Staatskanzlei in Auftrag gegeben wurde, entstanden 2024 rund 44 % aller deutschen Film-, Serien- und TV-Produktionen in NRW – zwei Jahre zuvor waren es noch 42 %.
Während das Gesamtproduktionsvolumen in Deutschland leicht zurückging (von 776.749 Minuten 2022 auf 751.432 Minuten 2024), zeigt der Bereich Video-on-Demand (VoD) ein starkes Wachstum: Die Zahl der VoD-Minuten stieg von 28.000 auf über 42.000. Besonders NRW-Produzenten profitieren hiervon: Sie erstellen 40 % der VoD-Inhalte, Bayern folgt mit 24 %.
In wirtschaftlicher Hinsicht erzielt die Branche in NRW rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz, das entspricht dem höchsten Anteil aller Bundesländer. Medienminister Nathanael Liminski betont, dass NRW seine Spitzenposition insbesondere im Entertainment- und Streamingbereich weiter ausbaut.
Zusätzlich unterstützt die Bundesregierung mit einer Investitionsverpflichtung für Streamer und TV-Sender jährlich 250 Millionen Euro in deutsche Produktionen. Diese Maßnahme soll insbesondere kleinere Produktionsfirmen fördern und den Standort Deutschland noch attraktiver machen.
Die Studie zeigt: Auch in Zeiten struktureller Veränderungen behauptet NRW seine zentrale Rolle in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft, während VoD und innovative Finanzierungsmodelle die Branche zunehmend prägen.
