Studio Babelsberg baut seine technologische Infrastruktur aus und will sich damit im internationalen Wettbewerb um Film- und Content-Produktionen weiter positionieren. Mit der LEDCave und der neuen „Grey Stage“ wurden auf dem Studiogelände zwei Produktionsstätten für hybride und virtuelle Filmproduktion eröffnet.
Die rund 365 Quadratmeter große LEDCave kombiniert ein 15 Meter langes und fünf Meter hohes LED-Volume mit mobilen LED-Wänden und einer beweglichen LED-Decke. In-Camera-VFX, Cloud-Technologien und generative KI ermöglichen virtuelle Produktionsumgebungen in Echtzeit. Produktionsabläufe sollen dadurch flexibler werden und unter anderem Ortswechsel, Umbauten und Teile der späteren Nachbearbeitung reduzieren.
Die „Grey Stage“ ergänzt das Angebot um Greenscreen, Motion Capture sowie 3D- und 4D-Scanning. Schauspieler, Bewegungen, Requisiten und Kulissen können digital erfasst und für visuelle Effekte, virtuelle Sets oder KI-gestützte Verfahren weiterverarbeitet werden.
Für Studio Babelsberg geht es dabei um mehr als zwei neue Studios. Die technischen Systeme sollen perspektivisch auch in den weiteren 19 Studios des Standorts eingesetzt werden. Damit soll der Studiocampus schrittweise zu einem Hightech-Produktionsstandort ausgebaut werden, der unterschiedliche Formen klassischer und digitaler Produktion unter einem Dach verbindet.
„Wir entwickeln Studio Babelsberg zu einem Hightech-Campus, der Filmhandwerk mit neuen Technologien verbindet“, sagt Eike Wolf, Leiter Studiobetrieb der Studio Babelsberg AG. Die Investition solle die Voraussetzungen schaffen, auch künftig anspruchsvolle deutsche und internationale Content-Produktionen nach Babelsberg zu holen.
