Claus Grewenig bleibt Vorstandsvorsitzender des VAUNET. Bei der Mitgliederversammlung des Verbands privater Medien wurde der Chief Corporate Affairs Officer von RTL Deutschland für eine weitere Amtszeit bestätigt. Auch Michael Müller (ProSiebenSat.1) als Vorsitzender des Fachbereichs TV und Multimedia sowie dessen Stellvertreter Sebastian Kocks (RTL Deutschland) wurden wiedergewählt.

Inhaltlich richtete der Verband den Blick auf die wachsenden regulatorischen Herausforderungen für private Medien. Grewenig forderte nach seiner Wiederwahl mehr Tempo bei der Umsetzung medienpolitischer Vorhaben. Bei Filmförderung und Künstlicher Intelligenz dürfe Regulierung nicht zu zusätzlichen Belastungen führen. Zugleich brauche es mehr Handlungsspielraum für Investitionen und Kooperationen im Wettbewerb mit globalen Tech-Plattformen.

Als zentrale Handlungsfelder nennt der VAUNET neben der Filmförderung das Wettbewerbsrecht, die europäische Digitalregulierung und den geplanten Digitalen Medien-Staatsvertrag der Länder. Diese Themen will der Verband in einem „Aktionsplan Medienvielfalt bis 2028“ zusammenführen. Ziel sei es, die politischen Vorhaben von Bund, Ländern und Europa zu bündeln und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige und vielfältige Medienlandschaft zu verbessern.

Bei der Mitgliederversammlung diskutierten die VAUNET-Mitglieder zudem mit Jan Ole Püschel, Leiter der Abteilung Medien beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, über aktuelle medienpolitische und regulatorische Entwicklungen.

Grewenig sieht insbesondere beim Wettbewerb mit globalen Plattformen Handlungsbedarf. Private Medien müssten auch unter den Bedingungen von Plattformökonomie und Künstlicher Intelligenz wirtschaftlich bestehen können. Der VAUNET will deshalb die politischen Ziele bis 2028 stärker miteinander verzahnen.

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