Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) hat seinen Filmwirtschaftsbericht 2024 veröffentlicht und meldet einen historischen Spitzenwert bei den Förderungen: Insgesamt wurden 164,6 Mio. Euro an Produzent:innen und Projekte ausgeschüttet.
Förderprogramme als Wachstumsmotor
Besonders die neuen Förderstränge ÖFI+ und FISAplus haben zu diesem Anstieg beigetragen. Sie setzen verstärkt auf Standortförderung, um Produktionsvolumen, Wertschöpfung und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Im Detail flossen im Förderjahr 2023 knapp 115 Mio. Euro an Fördergeldern, ein Plus von 30,5 % im Vergleich zu 2022.
Wer profitiert? Kinfilm dominiert
Der Großteil der Mittel ging in den Bereich Filmproduktion: Über 82 % der Auszahlungen entfielen auf die Produktion.
Für Kinofilme wurden 2023 rund 48 Mio. Euro ausgeschüttet — 17 % mehr als im Vorjahr.
Fernsehfilme erhielten knapp 31 Mio. Euro, ein Anstieg von 82 % gegenüber 2022.
Der Median bei den Herstellkosten lag bei nationalen Kinospiel‑Filmen bei 2,6 Mio. Euro; Dokumentarfilme wiesen 460.000 Euro auf.
Wirtschaftliche Entwicklung
Der Bericht des ÖFI zeigt zudem, dass die heimische Filmbranche eine stabile wirtschaftliche Entwicklung verzeichnet: Die Erlöse und Erträge beliefen sich 2023 auf 1,73 Mrd. Euro, die Wertschöpfung stieg auf 916 Mio. Euro — ein Zuwachs von 28 % seit 2021.
Bedeutung und Ausblick
Der Filmwirtschaftsbericht unterstreicht: Die staatliche Förderung spielt eine zentrale Rolle für Wachstum, Stabilität und internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Filmbranche. Der Rekordwert signalisiert zugleich Planungssicherheit und Wachstumspotenzial für Produzent:innen, Kreative und Dienstleister:innen.
