Die Marktforscher von Gower Street Analytics blicken vorsichtig auf das Kinojahr 2026. Zwar erwarten sie weltweit nur ein moderates Wachstum, für die EMEA-Region zeichnet sich jedoch ein überdurchschnittliches Plus ab. Gleichzeitig korrigieren die Analysten ihre Prognose für das laufende Kinojahr 2025 nach unten – ein Hinweis darauf, dass die Erholung des Marktes langsamer verläuft als zuletzt angenommen.

Die Marktforscher von Gower Street Analytics haben eine erste Prognose für das weltweite Kinojahr 2026 vorgelegt. Demnach dürfte sich die Erholung des globalen Box Office weiter fortsetzen, wenn auch in einem moderaten Tempo. Insgesamt rechnen die Analysten mit einem weltweiten Kinoeinspielergebnis von rund 35 Milliarden US-Dollar – dem höchsten Wert seit der Pandemie, jedoch weiterhin unter dem Niveau des Rekordjahres 2019.

Besonders positiv fällt der Ausblick für die EMEA-Region aus. Hier erwarten die Experten ein spürbares Wachstum gegenüber 2025, das über dem globalen Durchschnitt liegen soll. Als Treiber gelten ein stabilerer Release-Kalender, eine zunehmende Normalisierung internationaler Produktionen sowie eine stärkere Nachfrage in mehreren europäischen Kernmärkten.

Gleichzeitig korrigiert Gower Street seine Einschätzung für das laufende Kinojahr 2025 nach unten. Das globale Ergebnis dürfte unter den zuletzt im Herbst angepassten Erwartungen bleiben. Gründe dafür sehen die Analysten unter anderem in Verschiebungen großer Titel, einer insgesamt geringeren Zahl an Blockbuster-Releases sowie anhaltenden strukturellen Herausforderungen im Kinomarkt.

Trotz der verhaltenen Einschätzung für 2025 bleibt Gower Street vorsichtig optimistisch. Die Prognose für 2026 signalisiert eine weitere Annäherung an das Vorkrisenniveau – allerdings ohne einen sprunghaften Aufholeffekt. Die vollständige Rückkehr zu den Umsätzen von 2019 werde nach Einschätzung der Analysten frühestens in den darauffolgenden Jahren erreicht.