Berlin, 31. März 2026 – Mit dem Beitritt von PROG Producers of Germany e.V. und der Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft) gewinnt der Respect Code Film weiter an Bedeutung. Die Vereinbarung gilt als erstes branchenübergreifendes Regelwerk, das verbindliche Grundsätze für einen respektvollen, diskriminierungsfreien und sicheren Umgang in Film- und Fernsehproduktionen definiert.

Der Code wurde auf Initiative der Produktionsallianz, ver.di und des Bundesverband Schauspiel e.V. entwickelt. Ziel ist es, klare Standards für Zusammenarbeit am Set zu etablieren und Fehlverhalten wie Belästigung, Diskriminierung oder Gewalt aktiv entgegenzuwirken.

Mit PROG, der Interessenvertretung von Produzent:innen, und der bvft, die insbesondere Fachkräfte aus dem Tonbereich vertritt, schließen sich zwei weitere relevante Berufsgruppen dem Kodex an. Beide Organisationen unterstreichen damit die wachsende branchenweite Bereitschaft, soziale Standards nicht nur zu diskutieren, sondern strukturell zu verankern.

In den Statements der Beteiligten wird deutlich, dass der Respect Code Film nicht als symbolische Absichtserklärung verstanden werden soll, sondern als praktisches Instrument für den Produktionsalltag. Neben präventiven Maßnahmen sieht der Code auch klare Zuständigkeiten sowie Anlaufstellen für Betroffene vor. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt, die als unabhängige Beratungs- und Beschwerdestelle fungiert.

Für Produktionsfirmen bedeutet die Implementierung des Codes eine stärkere Verantwortung in Bezug auf Arbeitskultur und Fürsorgepflicht. Gleichzeitig wird betont, dass der Code nicht zu zusätzlicher Bürokratie führen soll, sondern bestehende Prozesse sinnvoll ergänzt und unterstützt.

Branchenweit wird der Respect Code Film zunehmend als Teil einer größeren Entwicklung gesehen: weg von rein wirtschaftlich organisierten Produktionsabläufen hin zu stärker standardisierten sozialen und ethischen Rahmenbedingungen. Angesichts von Fachkräftemangel, wachsendem Wettbewerbsdruck und steigenden Anforderungen an nachhaltige Produktion gewinnt das Thema Arbeitskultur auch aus wirtschaftlicher Perspektive an Relevanz.

Mit den neuen Unterzeichnern setzt sich der Trend fort, gemeinsame Mindeststandards für respektvolle Zusammenarbeit in der Filmbranche zu etablieren – ein Schritt, der sowohl für Produktionsunternehmen als auch für Auftraggeber und Beschäftigte langfristig von Bedeutung sein dürfte.

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Bild: © Paxabay