Hollywood-Konzern setzt Sparkurs fort: Mehrere hundert Arbeitsplätze fallen weg. Auch die Studiosparte und insbesondere Pixar sind von der neuen Restrukturierungsrunde betroffen.

Die Walt Disney Company setzt ihren Umbau fort und streicht erneut mehrere hundert Stellen. Betroffen sind verschiedene Unternehmensbereiche, darunter ESPN, Disney Entertainment Television sowie die Studiosparte. Innerhalb des Filmgeschäfts trifft der Stellenabbau vor allem Pixar Animation Studios.

Die Kürzungen erfolgen trotz erfolgreicher Kinostarts: Pixars „Toy Story 5“ entwickelt sich aktuell zu einem der größten Erfolge des Jahres und steht kurz davor, weltweit die Milliarden-Dollar-Marke beim Boxoffice zu erreichen. Dennoch wird das Animationsstudio im Rahmen der aktuellen Restrukturierung besonders stark getroffen.

Nach Angaben aus dem Unternehmensumfeld konzentrieren sich die Einschnitte bei Pixar vor allem auf die Bereiche Produktion und operative Abläufe. Disney begründet die Maßnahmen mit einer laufenden Überprüfung der Unternehmensstrukturen und einer Anpassung der Ressourcen an die veränderten Bedingungen der Medienbranche.

Bereits im April hatte Disney rund 1.000 Stellen gestrichen, unter anderem in Marketingbereichen der Studios, Fernsehsparte und Technologieabteilungen. CEO Josh D’Amaro hatte damals weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung angekündigt.

Der erneute Stellenabbau steht im Zusammenhang mit Disneys Strategie, die Produktionsausgaben stärker zu kontrollieren und weniger Inhalte ausschließlich für Streaming-Plattformen zu produzieren. Stattdessen setzt der Konzern wieder stärker auf Kinofilme mit langfristiger Verwertung über Kino, Streaming und weitere Geschäftsbereiche.

Für Pixar kommt die Entwicklung zu einem Zeitpunkt, an dem das Studio nach mehreren schwierigen Jahren versucht, seine Position neu auszurichten. Während Fortsetzungen wie „Inside Out 2“ und „Toy Story 5“ große Publikumserfolge erzielen, hatten einige neue Originalstoffe zuletzt deutlich geringere Reichweiten.

Variety berichtet ausfhrlich.

 
Bild: © Unsplash