Mehr als 100 österreichische Filmschaffende haben die Social-Media-Kampagne #FairStreamtBesser gestartet. Sie fordern von der österreichischen Politik die Einführung einer Abgabe für internationale Streaminganbieter, die in Österreich Umsätze erzielen. Ziel ist es, zusätzliche Mittel für die heimische Filmwirtschaft zu schaffen.
Die Kampagne wurde am 24. August gestartet und richtet sich insbesondere an die österreichische Bundesregierung. Mit Videos und Social-Media-Sujets wollen die beteiligten Filmschaffenden auf die Forderung aufmerksam machen. Zu den Unterstützern zählen unter anderem Verena Altenberger, Manuel Rubey, Simon Schwarz, Valerie Huber, Pia Hierzegger, Ursula Strauss und Harald Sicheritz.
Gefordert wird eine Kombination aus Streamingabgabe und Investitionen in österreichische Produktionen. Internationale Streamingplattformen sollen damit einen Beitrag zum Filmstandort Österreich leisten, von dessen Talenten, Produktionsstrukturen und Know-how sie profitieren.
Claudia Wohlgenannt, Obfrau der Film- und Musikwirtschaft in Wien und Initiatorin der Kampagne, sieht nun die Politik am Zug. Die Branche erwarte im Herbst eine konkrete Entscheidung über eine dauerhafte Regelung.
Auch Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Obmann des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft, bezeichnet die Kampagne als Signal an die Politik. Die Diskussion über eine Streamingabgabe laufe bereits seit Monaten. Nun müsse aus den bisherigen Gesprächen eine Entscheidung werden, um faire Wettbewerbsbedingungen und eine nachhaltige Finanzierung des österreichischen Films zu schaffen.
