Die TeleVisionale – Film- und Serienfestival Weimar rückt bei ihren diesjährigen Branchentagen die wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen der deutschen Film- und Fernsehbranche in den Mittelpunkt. Vom 23. bis 27. November 2026 stehen in Weimar neben medienpolitischen Fragen insbesondere Künstliche Intelligenz, neue Erzählformen und die Zukunft der TV- und Streamingproduktion auf dem Programm.

Ein Schwerpunkt ist die Lage der deutschen Produktionswirtschaft. Michelle Müntefering, Geschäftsführerin der Produktionsallianz, stellt die Ergebnisse der Herbstumfrage 2026 vor. In einem weiteren filmpolitischen Panel diskutiert der Branchenverband, wie KI die Filmherstellung bereits verändert und welche Rahmenbedingungen für ihren Einsatz künftig erforderlich sind.

Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich mit neuen Produktions- und Finanzierungsmodellen, datenbasierter Stoffentwicklung sowie dem wirtschaftlichen Potenzial von Animationsproduktionen für Erwachsene. Auch die zunehmende Bedeutung von Verticals und Microdramen und deren Auswirkungen auf die Serienproduktion stehen auf der Agenda.

Darüber hinaus widmen sich die Branchentage der Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der Entwicklung des Produktionsstandorts Mitteldeutschland. Dabei geht es unter anderem um die Sichtbarkeit ostdeutscher Geschichten im bundesweiten Fernsehprogramm und die Perspektiven regionaler Produktionsunternehmen.

Zu den angekündigten Höhepunkten zählen ein Showcase von Sons of Motion Pictures und ParaLightWorx zum Einsatz von mehr als 100 KI-Tools in Verbindung mit Virtual Production beim Filmprojekt „Pazifikwüste“ sowie die Präsentation der fünften und finalen Staffel von „Babylon Berlin“ durch Regisseur und Produzent Tom Tykwer und Produzent Uwe Schott.

Die TeleVisionale wird von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 3sat veranstaltet. Die öffentlichen Branchentage sind kostenfrei zugänglich.

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