Die Live-Berichterstattung der Fußball-WM 2026 wird bei MagentaTV technisch von einem breit aufgestellten Produktionsnetzwerk getragen. Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei DMC Production Germany, die als technischer Dienstleister und Studiopartner für die komplette Produktionsinfrastruktur verantwortlich zeichnet.

Beauftragt wurde das Projekt von der thinXpool TV GmbH, dem Generalunternehmer der Deutschen Telekom für die Umsetzung der technischen Studiostrukturen.

Zwei zentrale Studiostandorte in New York und München

Kern der WM-Produktion bei MagentaTV sind zwei eng vernetzte Standorte: ein Hauptstudio in New York sowie das Heimstudio in München. Während New York als zentrale Produktions- und Sendebasis für die Live-Berichterstattung aus den USA dient, fungiert München als Steuerungs- und Konferenzzentrum. Von dort aus wird unter anderem die Remoteproduktion des New Yorker Studios koordiniert.

Das Münchner Setup umfasst zusätzlich ein separates Konferenzstudio und dient als technische Schaltzentrale für verschiedene Produktions- und Steuerungsprozesse.

Technische Gesamtverantwortung bei DMC

DMC Production Germany verantwortet laut eigenen Angaben die gesamte technische Innenproduktionsinfrastruktur an beiden Standorten. Dazu gehören unter anderem die Planung, Integration und der Betrieb der Studio- und Produktionssysteme.

Das Leistungsspektrum umfasst insbesondere IP-basierte Broadcast-Services wie Signalmanagement und -konvertierung, Playout und Feed-Enhancement sowie die Gallery-Produktion für alle beteiligten WM-Sender. Hinzu kommen Ingest-, Recording- und File-Management-Systeme, die den durchgängigen Produktionsworkflow absichern.

Die Architektur ist auf eine hochgradig vernetzte, IP-basierte Produktionsumgebung ausgelegt, die sowohl klassische Broadcast-Anforderungen als auch moderne Streaming-Workflows abbildet.

Remoteproduktion und IP-basierte Workflows im Fokus

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die zunehmende Verlagerung von Produktionsprozessen in Remote- und IP-basierte Strukturen. Die Kombination aus New York und München ermöglicht es, Bild- und Tonproduktion standortübergreifend zu steuern und flexibel auf Live-Situationen zu reagieren.

Damit folgt die technische Umsetzung einem klaren Branchentrend: weg von rein lokal gebundenen Produktionsstudios hin zu skalierbaren, vernetzten Produktionsarchitekturen, die mehrere Märkte und Plattformen gleichzeitig bedienen können.

Anspruch an Qualität und Skalierbarkeit

Die Verantwortlichen betonen insbesondere den Anspruch an eine hochverfügbare und zukunftssichere Infrastruktur. Neben klassischer Signalführung stehen dabei auch moderne Distributionsformate im Fokus, darunter UHD-Produktionen und immersive Audioformate wie Dolby Atmos.

Ziel ist es, ein konsistentes Live-Erlebnis über alle Ausspielwege hinweg sicherzustellen – unabhängig davon, ob die Inhalte linear oder über digitale Plattformen konsumiert werden.

Bedeutung für die deutsche Broadcast-Landschaft

Die Zusammenarbeit zwischen MagentaTV, DMC Production Germany und thinXpool zeigt exemplarisch, wie sich große Live-Sportproduktionen heute organisieren: über spezialisierte Dienstleister, modulare Produktionsketten und stark technologisierte Infrastrukturmodelle.

Für die deutsche Medien- und Produktionsbranche unterstreicht das Projekt die zunehmende Bedeutung von IP-basierten Workflows und Remote-Produktionsmodellen im internationalen Live-Geschäft – insbesondere bei Großereignissen mit hoher technischer und logistischer Komplexität.

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Picture: © Paxabay